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Soziotherapie PDF Drucken E-Mail

Die Soziotherapie ist eine besondere Form ambulanter Psychotherapie, welche sich in Fällen schwerer psychischer Krankheit anbietet, um Betroffenen ein Leben mit Tagesrhythmus und mit Einbindung in ein soziales Umfeld zu ermöglichen. Nicht so sehr die langwierige Analyse der Entstehung psychischer Krankheit steht hierbei im Vordergrund, sondern der pragmatische Ansatz konkreter Hilfe zur Selbsthilfe mit Aufbau von Selbstachtung und Wertesystem.

Therapeutinnen und Therapeuten orientieren sich am jeweils neuesten fachlichen Stand, um den Klienten möglichst wirksame therapeutische Maßnahmen bieten zu können. Die Soziotherapie muss zuvor vom behandelnden Arzt verschrieben und von der betreffenden Krankenkasse zur Finanzierung akzeptiert werden. Dem betroffenen Klienten entstehen durch die Therapie im Regelfall keine Kosten.

ImageBis zur Jahrtausendwende wurde mit dem Begriff Soziotherapie oder Sozialtherapie sehr vieles bezeichnet, was sich pädagogisch und therapeutisch mit dem Individuum in seinem Verhältnis zur sozialen Umwelt befasste.
Seit dem Inkrafttreten des § 37 a SGB V am 1.1.2000 und dem Beschluss der Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen ist mit diesem Begriff eine genau bestimmte Leistung innerhalb des sozialpsychiatrischen Versorgungssystems gemeint, welche von einer genau bestimmten Berufsgruppe erbracht wird, um eine genau bestimmte Klientengruppe zu einem genau bestimmten Ziel zu führen.

Klientengruppe:
Schwer chronisch psychisch Kranke, die nicht in der Lage sind, selbstständig notwendige ärztliche Leistungen und andere Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen.

Ziel:
Vermeidung und Verkürzung von Krankenhausaufenthalten, selbstständige Inanspruchnahme der ärztlich verordneten Leistungen, Verbesserung des Umgangs mit der Krankheit.

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